Sissi hatte mit
ihrem Team bereits am Abend die Strecke für die Abschlussjagd
besprochen, aber die landwirtschaftlichen Arbeiten machten morgens
doch noch einen Strich durch die Planung. Also kreisten Sissi und
Kathrin nochmals durch’s Gelände, um einen Plan B zu erstellen,
während Nancy und Anja die Wasserstellen für die Hunde auffüllten
und die Schilder aufstellten.
Nachdem ein
grober Plan mit einigem Spielraum für Improvisationen geschmiedet
war, machten sich alle hübsch und trafen sich mit den Teilnehmern
zum Sektempfang. Auch ein paar Gäste waren dazu gekommen, um den
Jagdtag mit uns zu erleben.
Besonders freute
uns der Besuch von Jutta mit ihrer Tochter, die unser Motto
„Jagdreiten verbindet“ zu uns gebracht hat, obwohl sie selbst bis
vor kurzem nicht wusste, was Jagdreiten überhaupt ist. So lieh sie
spontan der Tochter einer Einstellerin ihr Pferd, damit sie zum
Schleppjagdtraining fahren konnte, da diese das eigene Pferd am
Morgen der Anreise mit einem dicken Fuss aus der Box holten. Und
„Rocky“ überraschte alle, er fand im Jagdreitens offenbar seine
Berufung und machte seine Reiterin Lotti mehr als glücklich!
Nachdem Toni
sein Resümee über den Kurs und Sissi eine paar Worte über die
Strecke und unseren Jagdherren verloren hatten, begrüßte auch Horst
seine Jagdgesellschaft. Seit 22 Jahren SvB-Mitglied und als
fleißiger Jagdreiter konnte er ein paar Tipps an die teilweise noch
unerfahrenen Kurskollegen weitergeben. Wie er selbst mit einem
Augenzwickern betonte, sollte niemand seine Fehler nachmachen.
Und wie auch bei
einer richtigen Jagd stimmte Toni schließlich die Gesellschaft mit
dem Jagdruf ein, bevor es zum Gruppenfoto und anschließend zum
Satteln ging.
Um dem
pendelnden Güllewagen nicht zu begegnen, wurde nach der Aufstellung
zügig losgeritten. Während Sissi mit dem Jagdfeld zum Warming up
ritt, legte Kathrin bereits die erste Schleppe über die
Baumstammwiese zum Bankerl, mit einem kleinen Umweg für die Hunde,
damit sie möglichst kurz auf der Pendelstrecke liefen. Trotz aller
Voraussicht kreuzte der Bulldog dennoch die Schleppe, aber die Hunde
ließen sich nicht verleiten, sie trotzten den dicker Staubwolken und
dem verzogenem Scent und arbeiteten spurtreu und mit unglaublichem
Geläut die Strecke aus. Da hatten sie sich die Pause im Schatten am
Wasser mehr als verdient.
Als das Pack
erfrischt war, ging es weiter durch den Springgarten über die Pfarr-
auf die Gemeindewiese und schließlich zurück wieder über die
Baumstammwiese zum Stallzelt. Da die Güllefahrer aus Rücksicht auf
uns nicht mehr über den kürzeren Feldweg pendelten, beließen wir es
bei drei Schleppen, um den Landwirten den Weg wieder frei zu machen.
Eine gute Gelegenheit hier danke zu sagen! Für die Rücksichtnahme
beim Fahren, aber auch, dass manch Stoppelfeld extra für uns ein
paar Tage länger stehen gelassen wurde!
Nachdem die
Hunde im Kennelgelände genossen gemacht wurden und Horst die Brüche
verteilt hatte, wurden die Pferde versorgt und man traf sich zu
einem letzten gemeinsamen Mittagessen, bevor alle die Heimreise
antraten.
Eine kleine,
aber sehr feine Truppe, die unterschiedlicher nicht hätte sein
können und trotzdem so viel gemeinsam hat, hat sich damit heute
verabschiedet. Wir freuen uns sehr darauf, Euch bald wiederzusehen!
Und wir freuen uns, dass wir zur Abwechslung mal wieder einen Mann
in unserer großen SvB-Familie begrüßen dürfen - herzlich willkommen,
lieber Heinrich!




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