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Schleppjagdverein von Bayern e.V.
gegründet 1986

Die Meute aus dem "Wittelsbacher Land"
Schirmherr: SKH Prinz Ludwig von Bayern

  Piber

 

6. Oktober 2007  Erste Schleppjagd bei den Lipizzanern in Piber

Man könnte glauben, die Pyhrn-Autobahn sei extra für die angenehme Anfahrt gebaut worden. Ein Tunnel am anderen, geringe Steigungen und immer wieder außerordentlich schöne Ausblicke auf die Österreichische Bergwelt. Die über vierhundert Kilometer Strecke ermüdete nicht.

In Piber wurden wir sehr freundlich und hilfsbereit  empfangen. Nach dem Jagdfrühstück im Schlossrestaurant fanden wir uns daneben in der Kirche zur Hubertusmesse ein, die musikalisch sehr eindrucksvoll von unserem Bayerischen Parfocehornkreis „Anjagd“ gestaltet wurde.

Mit Gottes Segen wechselten wir auf unsere Pferde und ritten in die Pferdearena in Piber ein. Toni Wiedemann mit Equipage und Foxhoundmeute hielt sich im Hang gegenüber der Trübine bereit, um nach der Aufstellung der Jagdgesellschaft ins Stadion einzuziehen.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Vertreter des Bundesgestütes und des RC Edelschrott ergriff der Feldführer des ersten Jagdfeldes KR Karl Andre das Wort und drückte seine Freude über das zahlreiche Erscheinen aus. An die achtzig Pferde waren aufmarschiert. Dann gab er das Mikrofon weiter an Toni Wiedemann, der sich für die Einladung zur Schleppjagd bedankte und mit einem dreifachen Horrido entlud sich bei so manchen die Spannung vor der Jagd.

Mit dem Ruf „Packen wir´s an, die Hunde voran, Bayern-Pack ran“ ging es in die stark hügelige, wiesige Landschaft vor beeindruckender Bergkulisse.

Standortgemäß ritten zwei Gestütsvertreter mit schicken Lipizzanern dem Jagdfeld voraus, um die Schleppe für die Hundemeute zu legen. Der erste Run über die schier endlosen Weideflächen stark bergan und fallend bergab war gleich eine Herausforderung für die Kondition der Beteiligten. Die Foxhounds schossen voran, als wäre es in der Ebene und die Jagdgesellschaft folgte dementsprechend in schnellem Tempo.

Das Jagdfeld ritt in zwei Abteilungen, einem zwingend springenden Feld, das wesentlich kleiner war als das folgende zwanglose Feld. Dadurch war es sehr angenehm im ersten Feld zu reiten. Unbehindert konnte man diese großen Bögen ziehen und sich unbehindert im Pulk über die Hindernisse fliegen lassen, wie es die Bilder zeigen. Ein Reiter nahm das Fliegen auch für sich in Anspruch und schwebte über dem Pferd, landete dann aber leider nicht gleichzeitig mit seinem Pferd. Auch die breiten Gräben im zweiten Run konnten von den Pferden gut gemeistert werden, der Boden an den Absprungstellen war fest genug für das Abdrücken.

Bis auf eine verdeckte Haltestange an dem wuchtigen Strohballensprung gestalteten sich die Hindernisse ausnahmslos jagdgerecht und breit. Sie waren dem schweren Gelände angepasst, standen richtig, waren respektabel und in der Mitte erhöht, den erfahrenen Jagdcracks entgegenkommend. Es lief wie von selbst.

Auch das zweite Feld kam auf seine Kosten. Wer wollte konnte sich an den Hindernissen messen. Andere vielleicht die unvergleichlich schöne Landschaft besser genießen als das springende Feld. Das zweite Feld führt sich immer besser ein, erlaubt eine große Teilnehmerzahl, die sich jeder Veranstalter wünscht.

Die Schleppjagd wurde von mehreren sehenswerten Kutschen mit entsprechenden Gespannen und Landrovers begleitet. Die Zuschauer konnten die Jagd gut verfolgen, wenn auch nicht immer aus nächster Nähe, was besonders die Fotoleute in Schwierigkeiten brachte.

Unglaublich die Kondition der Foxhoundmeute, die am Ende der Jagd ins Stadion stürmten mit der Equipage unter Toni Wiedemann im Jagdgalopp hinterher. Das Jagdfeld schloss sich dem Galopp an. So etwas hat man nach der Jagd noch nie gesehen. Die Begeisterung war grenzenlos.

Abends im Schloss Piber mit einem 5-Gänge-Gala-Menü, Musik und Tanz fand der Tag einen würdigen Abschluss.

 

Horst Fritscher

 

 

 

 

1. Schleppjagd auf dem Bundesgestüt Piber 2007

oder

das Premium Paket in Piber

Anreise

Zum ersten Mal war der SvB auf das berühmte Bundesgestüt in Piber in der Steiermark zur Schleppjagd auf diesem Gelände eingeladen. Das ganze Wochenende war es ein ganz besonderes Ereignis für die roten und blauen Röcke aus dem Wittelsbacher Land und alle, die zum Zuschauen angereist waren.

Der Master of Hounds und Präsident des SvB, Toni Wiedemann, reiste mit seiner Equipage, Birgit Queissner, Helmut Schreiber, Dr. Rainer Grassler, Robert Guggenberger und Dr. Cristina Lenz sowie 16,5 Koppeln, also 33 Foxhounds, an. Nach sieben Stunden Fahrt waren Menschen, Hunde und Pferde froh aussteigen zu können. Die Boxen für die Pferde waren mit Sägemehl eingestreut, Heu lag bereit und nach dem Beziehen der Zimmer unterhalb der Lipizzaner-Stallungen konnte noch zu Pferde das phantastische Gelände erkundet werden. Am Abend hatte der Jagdherr Mag. Armin Aigner in das Restaurant Caballero eingeladen bei dem mit Hirsch und anderen Spezialitäten schon der Gaumen auf die Jagd eingestellt wurde. Die alten und neuen Freundschaften aus Wien mit den österreichischen Jagd­kameraden und Jagd­kame­ra­dinnen konnten bei dem traditionellen Schilchersturm neu geschlossen oder vertieft werden

Jagdtag

Zum Auftakt der Jagd traf mach sich zum Jagdfrühstück im Kloster Piber, das durch Hörnerklang der Gruppe Anjagd noch festlicher wurde. Anschließend ging man in die Kirche. Die Stücke der Anjagd untermalten die eigens für die Reiter ausgerichtete Hubertusmesse in der Gestütskirche, so stilvoll, dass mancher Gänsehaut bekam. Mit dem Segen des Pfarrers konnten die Jagdreiter und die Gäste diese großartige Veranstaltung beginnen. In der Arena des Bundesgestüts Piber versammelten sich 117 Reiter aus aller Herrn Länder. Vertreten waren Kanada, Griechenland, Schweiz, Italien, Ungarn, Tschechien und Deutschland. Der Bundes­referent für Jagdreiten Kommerzialrat Karl André und der Gestütsleiter Dr. Max Dobelsberger sowie der Master of Hounds und Präsident des SvB, Toni Wiedemann begrüßten die Teilnehmer der Jagd und die Gäste, für die eigens Land Rover zur Begleitung der Jagd von der Firma Land Rover u. Jaguar Austria zur Verfügung gestellt wurden. Alternativ konnte man auch in Kutschen fahren, die von Lipizzanern gezogen wurden. Mit dem Jagdruf, dem dreifachen Horrido und „Die Hunde voran, packen wir´s an, Bayern Pack ran!“ ging es auf die Strecke.

Die Signale zur Jagd wurden von der beliebten Bläsergruppe Anjagd geblasen. Unermüdlich waren sie immer zur Stelle, um die Reiter am Schleppende zu empfangen und auf die nächste Schleppe zu begleiten. Die Jagdreiter fanden ein durch die ausgesprochen imposanten Steigungen anspruchsvolles Gelände vor. Wer sich nicht nur auf sein Pferd konzentrieren musste hatte immer wieder einen phantastischen Blick über 570 ha Grund des Bundesgestüts Piber. Dazu insgesamt 18 jagdgerechte einladend gebaute ab­wechs­lungsreiche Hindernisse mit einer Höhe bis zu 100 cm. Darunter neben Baumstämmen auch Strohsprünge, alle mit einer Vorlegstange zum Taxieren für die Pferde. Die Meute aus dem Wittelsbacher Land war, wie immer, in Bestform und lief geschlossen und präzise auf der Spur. Beim Stopp nach der fünften von den insgesamt acht Schleppen auf dem Entenhof konnten sich die Reiter mit einer zünftigen Brotzeit stärken sowie die Hunde und die Pferde sich erholen.

Traditions­gemäß wurde die Meute für ihren Jagdeinsatz mit der Cureé belohnt. Die Reiter erhielten einen wunderschön gestalteten Bruch aus Eichenlaub von sowie eine Erinnerungsplakette und den beliebten Jagdknopf des SvB vom Master of Hounds Toni Wiedemann.

Ein Highlight der Tage in Piber war das Gala Diner am Samstagabend. Fackeln führten die Gäste durch den Vierkantinnenhof die Treppe hinauf. Dann ging es durch einen schmiedeeisernen Torbogen, der mit Efeu verziert war. In den Prachträumen des Klosters waren die Tische für das angekündigte 5-gänge Gala Menü in weiß und rot eingedeckt. Nach dem Essen bat der Gestütsleiter die Gesellschaft auf den Balkon des Innenhofs, in dem die Bläsergruppe Anjagd wieder einen herrlichen Klangteppich auslegte. Er bedankte sich bei den Organisatoren und Helfern und kündigte unter tosendem Applaus die nächste Schleppjagd in Piber 2008 an. Mit der Schleppjagd 2007 in Piber ging für den Master of Hounds und Präsident des SvB, Toni Wiedemann, ein Traum in Erfüllung, der vor 29 Jahren, als er das erste Mal in Piber war, begann. Er strahlte und übergab Gastgeschenke an den Gestütsleiter Dr. Max Dobelsberger und Jagdherr Michael Aigner sowie Kommerzialrat Karl André.

Anschließend lockte die Musik aufs Parkett. Das Duo Robert Eberhardt & Jonny Fink heizte den Tänzern und Tänzerinnen bis drei Uhr in der Früh ein. Die Tanzfläche war immer voll, denn gute Jagdreiter sind auch gute und eifrige Tänzer. Wer sich verschnaufen wollte konnte an die Bar gehen oder wieder an seinem Tisch Platz nehmen. Die letzen Gäste verließen die Feier gegen halb vier.

Der Tag nach der Jagd

Wer nach der langen Nacht rechtzeitig wieder wach war, konnte mit der Meute des SvB einen jagdlichen Ausritt machen und noch einmal das famose Gelände des Bundesgestüts Piber genießen. Extra für die Jagdreiter ermöglichte der Gestütsleiter Dr. Max Dobelsberger im Anschluss  eine Sonderführung durch das Gestüt. Ein besonderer Dank gebührt auch den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund ohne die eine so gelungene Veranstaltung nicht denkbar wäre.

Bei Sonnenschein fuhren die letzen Gespanne wieder in alle Richtungen nach Hause. Wer dabei war ahnte, Piber könnte österreichische Staatsjagd werden.

Mag. Josef Hrtlitschka