Prachtvolle Jubiläumsjagd auf Herrenchiemsee Zur 50. Jagd auf der Königsinsel stellt sich Kaiserwetter ein: 73 Amazonen und Reiter aus Italien, Österreich, der Schweiz und ganz Deutschland folgen den fast vierzig Foxhounds des Schleppjagdvereins von Bayern. Diese Jagd – sie zählt zu den schönsten und begehrtesten in Deutschland – ist ein absoluter Höhepunkt des Sports in Rot und ein faszinierendes Erlebnis für die gut tausend eigens dafür angereisten Zuschauer. Im Zusammenklang von Kultur, Sportlichkeit und gemeinschaftlichem Erleben wird diese Tradition fortgeführt; zum zehnten Mal verantwortet von dem Jagdherrn: Hans-Wolfgang Ziegler. Zwölf Jahre nach Ende des Weltkrieges, am 4. November 1957, wird die erste Jagd auf der Insel im Bayerischen Meer – als Fuchsjagd – geritten. Sechzehn Reiter, unter Ihnen schon damals zwei junge Amazonen, jagen den Fuchs. Damit wird die Tradition der Jagdreiterei in Bayern wieder aufgenommen, die ihren Ursprung mit dem am Hofe von Ludwig XIV von Frankreich erzogenen Kurfürst Max Emanuel von Bayern nahm. Die typisch deutsche Form der Schleppjagd, auch der bayerischen, entwickelte sich vor allem Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts: Es sind Elemente aus der klassischen französischen Hirschjagd zu Pferde “Chasse à courre”, von der insbesondere die Hornsignale und zum Teil auch das Zeremoniell stammen. Und es ist das schnelle, sportliche Reiten über die Hindernisse, übernommen vom englischen “Foxhunting”. Seit 1990 wird wieder hinter der Hundemeute gejagd. Die Ehrung der Reiter mit dem Eichenbruch (nach dem 3. November mit dem Tannenzweig) ist deutsch und individuell. Sie erfolgt selbstverständlich erst, nachdem man abgesessen ist und die Hunde “genossen gemacht” wurden. Das ist der schöne Augenblick, bei dem sich alle Jagdreiter als Sieger fühlen. Auch der von Dr. Rainer Grassler gestaltete Jubiläumsparcour, 16 Kilometer mit gut 30 jagdgerechten Hindernissen, ist wie immer anspruchsvoll für Pferd und Reiter. Die auf Kutschen und zu Fuß begleitenden Zuschauer treffen immer rechtzeitig an den interessanten Stellen ein, wo die Jagdgesellschaft von Jagdhornbläsern mit den traditionellen Jagdsignalen angekündigt und begrüßt wird. Die Hundemeute des Schleppjagdvereins von Bayern e.V. (“Bayern-Pack”) zählt zu den besten in Deutschland. Die Hunde laufen schnell und spuren sicher. Die letzten Schleppen mit mehreren mächtigen Sprüngen werden auf der Schlossallee geritten. Mit begeistertem Beifall begrüßen die Zuschauer die Jagdgesellschaft. Beim Halali dann glücklich strahlende Gesichter der vom Jagdfieber befallenen Reiter – es war einmal mehr eine umfallfreie Jagd. Die Reiter ziehen die Kappen, die Hunden erhalten anstelle des Wildaufbruchs Rinderpansen. ,,Weidmannsheil und Weidmannsdank’’; der Jagdherr ehrt die Reiter mit dem Eichenbruch; Master Toni Wiedemann gratuliert mit dem Jagdknopf. Anschließend ein glanzvoller Empfang des Jagdherrn Hans-Wolfgang Ziegler im Schloss. Auf Gut Ising, dem faszinierenden Reiterparadies am Chiemsee findet der große Jagdball statt: dieser gesellschaftliche Höhepunkt entspricht dem glänzendem Jagdverlauf. Reiter, Gäste und Zuschauer bedanken sich für eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung bei dem Jagdherrn. Seit 1997 organisiert Ziegler die Große Herbstjagd auf Herrenchiemsee. Der historische Ort und die Fortführung der Tradition sind für ihn ebenso Verpflichtung wie es ein Anliegen ist, für die Teilnehmer und Gäste erlebnisreiche und verbindende Tage zu gestalten. Der niveauvolle Rahmen dieser Jagd wird möglich durch das Engagement der MAHAG, einem der großen Autohäuser in Deutschland. Außerdem engagiert sich die italienische Bank MPS Monte dei Paschi di Siena. Zu dieser toskanischen Bank besteht eine Verbinndung, die auf das bayerisch Haus Wittelsbach zurückgeht. Die Prinzessin Violante von Bayern war von 1717 bis 17331 Statthalterin von Siena und hat die Regeln des Palio di Siena aufgestellt, nach denen noch heute das weltberühmte Rennen in Siena abläuft. Wolfgang Ziegler 13. Okt. 2007 50. Jubiläumsjagd auf Herrenchiemsee Ca. 100 Bewerbungen um die Teilnahme bezeugen die Beliebtheit der Jagd auf der Königsinsel. Die Veranstalter bewiesen eine gute Hand bei der Auswahl der auf 65 Teilnehmern begrenzten Jagd. Die Schleppjagd mit der Meute aus dem Wittelsbacher Land mit Toni Wiedemann und seiner Equipage verlief unfallfrei. Der Schleppjagdverein von Bayern führt diesmal zum achtzehnten Mal mit seiner die Foxhound Meute die Jagd an. Der „Jagdklassiker“ zählt auch nach fünfzig Jahren zur begehrtesten Jagd. König Ludwig II. würde sich freuen, wie sich das Kulturgut Schleppjagd auf seiner Herreninsel immer wieder etabliert.  Seit 1997 organisiert Hans Wolfgang Ziegler die Große Herbstjagd auf Herrenchiemsee und es ist ihm auch diesmal gelungen in Zusammenarbeit mit der Schlösserverwaltung und den Förderern eine in jeder Beziehung anspruchsvolle Jagd auf die Beine zu stellen.  Für den Parcour mit den gut 30 Hindernissen war wie viele Jahre zuvor Dr. Rainer Graßler verantwortlich. Er fand wieder neue Varianten für die Strecke und führte die große Zahl von Zuschauer, ob mit Kutsche oder zu Fuß, an die Jagd heran. 
Das Wetter hätte nicht schöner sein können. Die Berge zeigten ihre Kulisse. Musikalisch begleitet wurde die Schleppjagd von den Jagdhornbläsern „Bien Aller de Bavière“.  Die Foxhoundmeute lief schnell und spursicher. Die Nebelnässen der vorausgegangenen Tage hatten die Böden der Wiesen tief werden lassen, so dass die Pferde zusätzlich zu den anspruchsvollen Hindernissen besonders gut abdrücken mussten am Absprung.  

Dreimal führte die Jagd in den Chiemsee, einmal die große Querung vor dem Kanal, dann der Einsprung in den See bei „Paul´s Ruh“ 
und zum Ende zu nach der langen Reihe von Hindernissen von der Rückseite des Schlosses aus mit einem Tiefsprung nochmals in den Chiemsee, die Beine der Pferde kühlen, die Hunde tränken, um anschließend geschlossen die Allee zum Schloss hinauf zu galoppieren zum großen Halali.  


Am Abend folgte der Jubiläumsjagdball im Hotel auf Gut Ising. Die große Teilnehmerschar verteilte sich auf alle Räumlichkeiten. Ein Galabuffett sorgte für Gaumenfreuden und eine gute Band brachte so manches Tanzbein in Schwung. Horst Fritscher

Die Fotos sind alle von : Olaf Ulrich, Erlangen http://www.ulrix-photo.de Tel. 0162-8073778 olaf.ulrich@onlinehome.de und es gibt noch mehr auf seiner homepage Bei dieser Veranstaltung waren noch mehrer Fotografen aktiv die wirklich tolle Bilder gemacht haben. Hier die Kontaktmöglichkeiten: Achim Günzel, Tel. 089-76701211 Email: info@photo-graphic-design.de homepage: Auch Daniel Maly unser Technischer Leiter hat Bilder geschossen. Seine Anschrift findet man bei der Vorstandschaftsseite. Und nicht zuletzt hat auch unser Pressereferent Horst Fritscher viele Bilder auf Lager. |